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Über uns

Der Oberberghauptmann

der Oberberghauptmann
Prof. Dr. Bernhard Cramer  © Detlev Müller

Liebe Besucher,

ich lade Sie herzlich auf unsere Internetseite ein. Der Auftritt stellt Ihnen die wesentlichen staatlichen Aufgaben vor, die zur Förderung und Ordnung des Bergbaus im Freistaat Sachsen notwendig sind. Für diese Aufgaben ist das Sächsische Oberbergamt Dienstleister aus einer Hand.

Die Sicherung der Rohstoffversorgung hat in den letzten Jahren im Welt- und Kontinentalmaßstab, insbesondere aber auch national stark an Bedeutung gewonnen. Die EU, die Bundesrepublik Deutschland und der Freistaat Sachsen haben sich den Herausforderungen mit jeweils einer eigenen Rohstoffstrategie gestellt.

Standortentscheidungen für den Bergbau hängen wesentlich von verlässlichen Rahmenbedingungen ab. Zu diesen gehören auch planbare und zügige Zulassungs- und Genehmigungsverfahren. Diese schaffen in vertretbarer Zeit Rechtssicherheit für die Wirtschaft und die vom Bergbau Betroffenen. Das Sächsische Oberbergamt bündelt diese von den Anforderungen vielschichtigen Verfahren und sorgt für zügige Entscheidungen.

Der Bergbau ist mit seinen individuellen Besonderheiten eine potenziell gefahrengeneigte Tätigkeit. Das Sächsische Oberbergamt hat die Aufsicht der gegenwärtig über 400 Beriebe deshalb intensiv auf die Einhaltung der Sicherheit für die Betriebe und ihrer Beschäftigten ausgerichtet. Ziel ist die Vermeidung von Unfällen und das Abstellen von Situationen mit Gefährdungspotenzial.

Der sächsische Bergbau der Gegenwart findet an vielen Stellen im unmittelbarer Siedlungsbereich der Wirtschaft und der Menschen statt und hat vielfältige Berührungspunkte zu Infrastruktureinrichtungen und der Natur. Das Sächsische Oberbergamt gewährleistet die Vorsorge gegen Gefahren aus dem Bergbau nach den hohen Standards, die die Gesellschaft erwartet.

Für diese Aufgaben stehe ich mit meinen etwa 85 Mitarbeitern.

Ich grüße Sie mit einem herzlichen Glückauf

Prof. Dr. Bernhard Cramer
Oberberghauptmann

Abteilung 1 - Zentrale Aufgaben

Abteilungsleiterin Abteilung 1
Alette Gabriel  © Detlev Müller

Die Abteilung bündelt komplexe Aufgaben aus einer Vielzahl von Rechtsgebieten. Sie vereint alle internen Aufgaben in den Bereichen Personal, Haushalt, Organisation und IT, erfüllt  fachspezifische Aufgaben im Abgabenrecht und nimmt das Controlling der zuwendungsfinanzierten Bergbausanierung wahr. Zu ihr gehört zudem das Justiziariat.

Referat 11 - Zentrale Dienste
Referatsleiter: Volkmar Voigt
E-mail: volkmar.voigt[at]oba.sachsen.de
Telefon: 03731 372 1100

Referat 12 - Recht
Referatsleiterin: Nina Luchterhand-Rülke
E-mail: nina.luchterhand-ruelke[at]oba.sachsen.de
Telefon: 03731 372 1200

Referat 13 - Controlling
Referatsleiter: Holger Heymann
E-mail: holger.heymann[at]oba.sachsen.de
Telefon: 03731 372 1300

Abteilung 2 - Tagebau

Leiter der Abteilung 2
Martin Herrmann  © Detlev Müller

Die Abteilung übt die Aufsicht über alle Bergbauunternehmen im Tagebau (Braunkohle, Steine und Erden) aus, die unter die Regelungen des Bundesberggesetzes fallen.

Sie lässt Betriebspläne für die Gesamtdauer der Vorhaben (Rahmenbetriebspläne) zu, die vom Aufschluss bis zur abschließenden Wiedernutzbarmachung reichen. Dazu kommen Zulassungen für das operative Geschäft für bestimmte kürzere Zeiträume (Hauptbetriebspläne) und für besondere fachliche Einzelsachverhalte (Sonderbetriebspläne). Ein Teil der Zulassungen ist aufgrund rechtlicher Anforderungen in regelmäßig komplexe Anhörungs- und Planfeststellungsentscheidungen eingebettet. Die von der Bergbehörde geführten Planfeststellungsverfahren entfalten Konzentrationswirkung zu einbezogenen anderen Rechtsbereichen aus dem Natur- und Umweltrecht.           

Die Abteilung führt die Betriebsaufsicht zu den Braunkohlentagebauen und Steine-Erden-Tagebauen. Die Aufsicht schließt den nach der Wiedervereinigung nicht privatisierungsfähigen Braunkohlenbergbau der LMBV ein.

Referat 21 - Braunkohlenbergbau 
Referatsleiter: Berndt Schilling
E-mail: berndt.schilling[at]oba.sachsen.de
Telefon: 03731 372 2100

Referat 22 - Steine-Erden-Bergbau
Referatsleiter: Steffen Döhner
E-mail: steffen.doehner[at]oba.sachsen.de
Telefon: 03731 372 2200

Referat 23 - Planfeststellung
Referatsleiter: Dr. Falk Ebersbach
E-mail: falk.ebersbach[at]oba.sachsen.de
Telefon: 03731 372 2300

Abteilung 3 - Untertagebergbau

Abteilungsleiter 3
Tobias Dressler  © Detlev Müller

Die Abteilung führt die Betriebsaufsicht zum Untertagebergbau. Die Aufsicht schließt den Sanierungsbergbau der Wismut GmbH ein, für den das Unternehmen nach dem Wismutgesetz bergrechtlich verantwortlich ist.

Dazu ist die Abteilung Dienstleister für das gesamte bergmännische Vermessungswesen (Markscheidewesen). Für Grundeigentümer mit berechtigtem Interesse erstellt die Abteilung bergbehördliche Stellungnahmen. Dazu vertritt sie die Bergbehörde als Träger öffentlicher Belange bei der Landesplanung und gegenüber anderen öffentlichen Stellen.

Die Abteilung nimmt die aktive und präventive Abwehr von Gefahren aus dem Altbergbau ohne Rechtsnachfolger wahr. Neben klassischen Aufgaben einer Sonderpolizeibehörde ist sie selbst Bauherr zu Sicherungs-, Verwahrungs- und Sanierungsleistungen mit Aufträgen an Ingenieurbüros, Bergsicherungs- und anderen Bauunternehmen. 

Referat 31 - Untertagebergbau/Markscheidewesen
Referatsleiter: Joachim Bayer
E-mail: joachim.bayer[at]oba.sachsen.de
Tefefon: 03731 372 3100

Referat 32 - Altbergbau
Referatsleiter: Eduard Zaiser
E-mail: eduard.zaiser[at]oba.sachsen.de
Telefon: 03731 372 3200 

Der Ursprung des sächsischen Bergbaus liegt im Mittelalter. Um das Jahr 1168 fand  nach einem Aufsehen erregenden Silberfund die Besiedlung der Gegend um Freiberg statt. Markgraf Otto der Reiche erhob Freiberg im Jhr 1186 zur Stadt. Der Bergbau sorgte in den folgenden 700 Jahren für die Prosperität des Landes. Ein Bergamt in Freiberg findet seit dem Jahr 1241 Erwähnung. Seit 1244 ist in Freiberg die erste Münze des Landes ansässig. Das lange Zeit angewandte Freiberger Bergrecht fand seine Niederschrift im Jahr 1307. Es galt in großen Teilen Europas.

Nach dem vorübergehenden Niedergang des Silber- und Metallerzbergbaus dehnte sich dieser ab Mitte des 15.Jahrhunderts mit neuer Blüte auf das erzgebirgische Revier im Raum Altenberg, Schneeberg und Annaberg aus. Der Rechenmeister Adam Ries wird 1523 Bergbeamter in Annaberg. 1509 erließ  Herzog Georg die Annaberger Bergordnung, die bis ins 19. Jahrhundert die maßgebliche Grundlage des Bergrechts in Mitteleuropa war.

Die erste Erwähnung eines Bergmeisters datiert auf das Jahr 1241. Ab Mitte des 16. Jahrhunderts entwickelte sich das Oberbergamt. Das Gründungsjahr 1542 ist umstritten. Das Oberbergamt war Keimzelle der 1765 gegründeten ersten wissenschaftlichen Hochschule der Welt, der Bergakademie Freiberg. Im 19. Jahrhundert gründete das Oberbergamt auch den geologischen Dienst des Landes. Der Freiberger Erzbergbau endete 1969. Die letzten Erzbergwerke in Altenberg und Ehrenfriedersdorf schlossen 1991. Seitdem ist der Erzbergbau in ganz Deutschland Geschichte.

Der Steinkohlenbergbau in Zauckerode (Freital bei Dresden), dessen Wurzeln im 16. Jahrhundert liegen, entwickelte sich seit Anfang des 19. Jahrhunderts weiter bis zu industriellen Dimensionen, ebenso der Steinkohlenbergbau von Zwickau bis 1980 und Oelsnitz bis 1971.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wuchs auch der Braunkohlenbergbau im Mitteldeutschen Revier (Südraum von Leipzig) und in der Lausitz zu Großbetrieben. Die ursprünglichen Untertagebetriebe gingen auf den Tagebau über. In der DDR erreichte der Braunkohlenbergbau gewaltige Dimensionen. Der Staat entwickelte sich zum größten Braunkohlenförderland der Welt. Diese Entwicklung war mit drastischen Beeinträchtigungen für das Lebensumfeld und die Natur verbunden. Heute dient der privatisierte Braunkohlenbergbau in beiden Revieren überwiegend der krisensicheren und wirtschaftlichen Stromgewinnung.

Auch der nach 1946 begonnene Uranerzbergbau erreichte in der DDR erhebliche Dimensionen. Die DDR war drittgrößter Uranproduzent der Welt. Der Abbau fand bis 1990 im Erzgebirge, in Dresden-Gittersee und in Königstein im Elbsandsteingebirge statt. Der stillgelegte Uranerzbergbau und der nicht privatisierte Teil des Braunkohlenbergbaus gehören heute zu den größten Sanierungs- und Umweltprojekten Europas.

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